Ab und zu sitze ich gelangweilt in meinem Zimmer und dann kommt mir die Idee! Wieder einmal eine neue Geschichte zu schreiben. Klar, ich habe noch zwei, drei oder auch zehn angefangene, aber eine neue Geschichte, das wärs! Kurze Zeit später sitze ich dann vor meinem Laptop und schreibe munter drauflos. Zehn Minuten später steht dann so die erste Hälfte eines Kapitels. Annehmbar.
Dann fällt mir nichts mehr ein. Ich sitze da. Schaue mich um. Suche mein Handy. FInde ein Spiel und spiele. Später schreibe ich vielleicht nochmals zwei Sätze. Lese alles durch, veröffentliche es. Vergesse, dass ich etwas geschrieben habe.
Eine Woche später fällt es mir wieder ein. Ich lese was ich geschrieben habe und denke bei mir: Was hat mich nur geritten diesen Text zu schreiben?! Die ganze Geschichte macht keinen Sinn mehr und richtig fertig ist sie auch nicht. Aber werde ich je weiter schreiben? Wahrscheinlich nicht.
Manche nennen das Phänomen 'Writer's Block'. Aber kann man das was ich habe auch so nennen? Ich habe ja nicht mal wirklich etwas geschrieben. Ich habe hundert verschiedene Anfänge, aber weder einen Mittelteil noch einen Schluss. Ich bin ja noch kein richtiger Autor, nur weil ich gute Anfänge schreibe. Gibt es Anfangsschreiber? Ich wette, ich könnte Millionen damit verdienen. Vielleicht auch nicht, aber hey, besser als nichts.
Und dann sind da ja auch noch meine Sprachprobleme! Ich fange an, etwas auf Deutsch zu schreiben und bevor ich mich versehe: plötzlich ist da ein englischer Satz in der Mitte. Oder umgekehrt. Oder noch besser: mir fällt ein Wort auf Deutsch nicht mehr ein, also schreibe ich einfach die englische Version hin. In der Hoffnung, dass ich alles nochmals durchlese und korrigiere. Als ob. Viele denken zwei Sprachen wirklich gut zu können sei ein Vorteil, but let's be honest: das ist gar nicht so! Man mixt das alles zusammen bis man einen Sprachensalat im Gehirn hat und gar nicht mehr weiss welche Sprache man schlussendlich spricht. Man wird plötzlich unsicher ob gewisse Dinge, die auf Englisch Sinn machen, das auch auf Deutsch tun. Kann man diesen Satz überhaupt so sagen? Oder doch nicht? Man kann sich einfach nicht mehr auf sein Sprachgefühl verlassen.
Bestes Beispiel:
Mutter: Möchtest du noch etwas Spaghetti?
Ich: Nein, ich bin gut.
Macht auf Englisch aber Sinn. Wenn jemand dich fragt ob du noch mehr Essen willst, sagst du: 'No, thank you. I'm good.' Man könnte auch sagen 'I'm fine.' aber wir sind ja nicht hier für eine Englischlektion. Oder?
Anyhow, ich bin müde und mag nicht mehr über meine Schreibprobleme oder sonstige Steine, die auf dem Weg zu einer grossartigen Geschichte liegen, reden.
Bleegh.
Schönes Wochenende!
TGIF, guys!
Freitag, 24. Oktober 2014
Montag, 20. Oktober 2014
Story: Der Baum Teil 1
Seit ich mich erinnern kann hatten wir diesen Baum in unserem Garten. Er passte nicht dahin. Meine Mutter liebte diesen Garten und hat sich immer liebevoll um ihn gekümmert. Überall wuchsen Blumen: Rosen, Hortensien, Tulpen und viele mehr, von denen niemand wirklich wusste wie sie hiessen. In unserem Garten blühte immer irgendetwas. Sogar in tiefstem Winter. Es war egal wie viel Schnee es hatte oder wie kalt es war. In unserem Garten gab es immer noch viele farbenprachtige Blüten.
Unsere lange Auffahrt war gesäumt mit Palmen und der erste Blick, den man auf unser Haus erhaschen konnte, war atemberaubend. Wir lebten in einem grossen, weissen Haus und auf jedem Fenstersims war ein Blumentopf mit noch mehr Blumen. Alles blühte und war hell und freundlich in Mansfield Park. Ja, unser Garten war wohl doch schon eher ein Park.
Aber dann war da dieser Baum. Er war gross und dunkel, ohne jede Blüte oder auch nur ein Blatt an seinen uralten Ästen. Er stand im hinteren Teil des Parkes. Da, wo ich als Kind eigentlich nicht hin durfte.
Ich fand den Baum an meinem siebten Geburtstag. Meine Mutter war nicht da an diesem Tag und mein Vater hatte mich ignoriert, wie immer. Nur Lucia, unsere Köchin, hatte daran gedacht , mir einen Kuchen gebacken und neue Farbstifte geschenkt. Voller Freude hatte ich meinem Vater ein Bild von unserer Familie gezeichnet. Er hatte es zerrissen. Ich rannte weg. In den Teil des Parkes, in den ich nicht drufte. Direkt auf den Baum zu. Und er spendete mir Trost. Der Baum war anders und dunkel. Wie ich. Alle anderen Bäume hatten hellbraune Rinde und grünes Laub, ein oder zwei Früchte, vielleicht auch noch ein paar Blüten. Doch dieser Baum war schwarz und kahl. Mein Vater und meine Mutter hatten beide hellbraune Haare und Augen. Mein Haar war dagegen schon immer schwarz und meine Augen grau. Ich hatte die Augen meiner Grossmutter geerbt. Das machte das ganze nicht besser, denn mein Vater hasste seine Eltern abgrundtief.
Der Baum erinnerte mich immer wieder daran, dass man auch gross und stark werden konnte, wenn man anders war, als alle anderen um einen herum. Der Baum half mir mich zu akzeptieren so wie ich war.
Der Baum half mir durch meine Teenagerjahre bis jetzt. Ich weiss nicht, ob mir der Baum jetzt noch weiterhelfen kann. Oder wird.
Mein Leben hat sich drastisch verändert in den letzten 24 Stunden. Was soll ich mit meiner neu gewonnenen Freiheit machen? Wohin wird mich die Zukunft führen? Wie werde ich überhaupt überleben können?

PS: Ganze Story wird immer wieder unter der Seite "Der Baum" aktualisiert!;-D
Unsere lange Auffahrt war gesäumt mit Palmen und der erste Blick, den man auf unser Haus erhaschen konnte, war atemberaubend. Wir lebten in einem grossen, weissen Haus und auf jedem Fenstersims war ein Blumentopf mit noch mehr Blumen. Alles blühte und war hell und freundlich in Mansfield Park. Ja, unser Garten war wohl doch schon eher ein Park.
Aber dann war da dieser Baum. Er war gross und dunkel, ohne jede Blüte oder auch nur ein Blatt an seinen uralten Ästen. Er stand im hinteren Teil des Parkes. Da, wo ich als Kind eigentlich nicht hin durfte.
Ich fand den Baum an meinem siebten Geburtstag. Meine Mutter war nicht da an diesem Tag und mein Vater hatte mich ignoriert, wie immer. Nur Lucia, unsere Köchin, hatte daran gedacht , mir einen Kuchen gebacken und neue Farbstifte geschenkt. Voller Freude hatte ich meinem Vater ein Bild von unserer Familie gezeichnet. Er hatte es zerrissen. Ich rannte weg. In den Teil des Parkes, in den ich nicht drufte. Direkt auf den Baum zu. Und er spendete mir Trost. Der Baum war anders und dunkel. Wie ich. Alle anderen Bäume hatten hellbraune Rinde und grünes Laub, ein oder zwei Früchte, vielleicht auch noch ein paar Blüten. Doch dieser Baum war schwarz und kahl. Mein Vater und meine Mutter hatten beide hellbraune Haare und Augen. Mein Haar war dagegen schon immer schwarz und meine Augen grau. Ich hatte die Augen meiner Grossmutter geerbt. Das machte das ganze nicht besser, denn mein Vater hasste seine Eltern abgrundtief.
Der Baum erinnerte mich immer wieder daran, dass man auch gross und stark werden konnte, wenn man anders war, als alle anderen um einen herum. Der Baum half mir mich zu akzeptieren so wie ich war.
Der Baum half mir durch meine Teenagerjahre bis jetzt. Ich weiss nicht, ob mir der Baum jetzt noch weiterhelfen kann. Oder wird.
Mein Leben hat sich drastisch verändert in den letzten 24 Stunden. Was soll ich mit meiner neu gewonnenen Freiheit machen? Wohin wird mich die Zukunft führen? Wie werde ich überhaupt überleben können?

PS: Ganze Story wird immer wieder unter der Seite "Der Baum" aktualisiert!;-D
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