Donnerstag, 18. September 2014

Fotografie: Eingerahmte Portraits


Das Erste, das einem an Nora auffällt ist sicher ihre Stimme. Sie hat sehr starke Stimmbänder und ich wurde sicher schon mehr als einmal durch ihr Stimmorgan geweckt. Es gibt Nachteile neben ihr zu leben. Hab ich Nachteile gesagt? Natürlich, meinte ich Vorteile. Ein Vorteil war sicher, dass ich immer mit ihr und ihrer Mutter nach der Schule nachhause fahren konnte. Sie wurde immer abgeholt. Ich nicht. Schliesslich bin ich ja auch nicht verwöhnt. Vorteile, Vorteile..? Vorteil! Mich kann nichts mehr am Morgen aufwecken, da ich einen sehr festen Schlaf habe. (Sie hat ihre laute Stimme von ihrer Mutter geerbt und irgendwie sind sie auch beide eher Frühaufsteher.) Man gewöhnt sich an vieles über die Jahre hinweg. Die Wahrscheinlichkeit ist jetzt natürlich grösser, dass ich auch nicht aufwache wenn ich in Gefahr bin, aber ich wollte schon immer im Schlaf sterben. Und dies ist die Reaktion, die Nora wohl haben würde, falls sie diesen Blog je lesen würde. Was ich nicht hoffe. Oder doch. Eigentlich würde ich nur gern dabei sein um diesen Gesichtsausdruck noch einmal fotografieren zu können.



Nora ist für jeden Spass zu haben. Solange sie nicht still sitzen muss. Oder die Klappe halten sollte. Nora ist nur still wenn sie wütend auf dich ist oder nicht genug geschlafen hat. Wo waren wir? Für jeden Spass zu haben, genau. Deshalb hat sie sich wohl auch dazu entschieden Model zu spielen für mich. Macht ja schliesslich Spass, weil ich super bin. Über die Jahre haben sich einige tolle Erinnerungen gesammelt. Zum Beispiel als wir uns um dieses Prinzessinnenkleid gestritten haben oder als wir uns gestritten haben, wer Kaffee machen darf in meiner Spielküche oder als wir uns gestritten ha- Wir haben uns wohl viel gestritten in der Vergangenheit. Zurück zum Thema: Nora = FUN!

Blah, blah, blah.. Nora ist Nora. Entweder man liebt oder hasst sie. Blah, dibluh, blah. Mein Post ist lang genug. I guess.


Fotografie: Perspektivische Portraits


Dienstag, 2. September 2014

Fotografie: Annie Leibovitz


The Rolling Stones 1975 by Annie Leibovitz
Annie Leibovitz' Self-Portrait
Annie Leibovitz (65), eine US-amerikanische Fotografin, hat in ihrem Leben viel gesehen und erlebt. Da ihr Vater in der US Air Force war, ist sie als Kind viel gereist. Später begleitete sie die Rolling Stones auf ihrer Tour als Fotografin im Jahr 1975, auf welcher sie dann auch den Drogen verfiel. Sex, Drugs and Rock 'n Roll, baby!
1970 gab sie, auf Empfehlung eines Freundes hin, dem Art Director des Rolling Stone eine Fotomappe. Dieser war so begeistert von ihrer Arbeit, dass er sie sofort einstellte. Um diese Zeit fing sie an ein Konzept, zu meist eine einfache Bildidee vor dem Shooting zu entwickeln. Dann würde sie ihre Idee mit den zu Porträtierenden besprechen bevor Annie schlussendlich ihre Bilder machen konnte. Ihre Mentorin Bea Feitler schlug Leibovitz später vor, auch noch für eine andere Zeitschrift zu arbeiten, worauf Annie sich an der Gründung der Vanity Fair beteiligte. Sie ist heute weltbekannt für ihre Fotografien von bedeutenden Persönlichkeiten aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Politik.




Angelina Jolie by Annie Leibovitz
Ich mag Annie Leibovitz' Bilder, weil sie kreativ und künstlerisch sind. Sie haben zwar nicht immer eine Geschichte und sind meistens "nur" Porträts, aber ich finde sie wunderschön. Annie weiss, wie sie Personen in Szene setzen muss um ein tolles Bild zu bekommen.







White Stripes by Annie Leibovitz
Dieses Bild hat mich sofort angesprochen. Ich weiss nicht wieso. Vielleicht war es der surreale und irgendwie auch seltsame Charme des Bildes. Man denkt an die wunderschöne und heile Welt eines Kindes, das in den Zirkus geht, aber dann ist da die eher dunkle und gefährliche Stimmung im Hintergrund. Das Bild stellt ein Paradox dar. Man schaut auf die rot-weissen Streifen zuerst und für einen kurzen Augenblick scheint es ein heiteres Bild zu sein, bis man dann den Rest wahrnimmt. Die runden Formen, Kreise, Bälle, stellen etwas Ganzes, oder auch Heiles dar. Und wieder widerspricht die Stimmung dieser Annahme. Der Himmel ist stark bewölkt und dadurch ist es eher dunkel. Auch denke ich, dass die Aufnahme entweder früh am Morgen, am frühen Abend oder am späten Nachmittag eines Wintertages aufgenommen wurde. Auch scheint ein Wind zu blasen, der dem Bild auch eine gewisse Unruhe bringt.
Man könnte das Bild auch so interpretieren, dass die Wirbel auf der Scheibe, auf welcher die Assistentin fest gemacht ist, einen hypnotisieren und in einen Strudel mit hinein ziehen. Man geht in Den Zirkus und hat Freude an der Vorstellung. Alles glänzt und blinkt farbenfroh. Doch hinter den Kulissen ist nicht alles glänzend und blinkend. Das Zirkusleben ist ein hartes Leben und als Besucher einer Vorstellung fällt einem das nicht auf. Nehmen wir mal an, dass ein begabter Turner die Vorstellung besucht und so verzaubert ist vom Zirkus, dass er sich für den Job bewirbt, und ihn dann auch noch bekommt. Der Turner wurde hypnotisiert und dann langsam aber sicher hineingezogen in ein unruhiges Leben voller Aufbruch und Gefahren. Dieses Bild erzählt eine Geschichte, vielleicht auch mehrere. Welche Geschichte erzählt es euch?




The Queen by Annie Leibovitz



Montag, 1. September 2014

Fotografie: 3x3 Porträts

Auch diese Woche hatten wir wieder einen Auftrag für Medienkunde zu erledigen. Neun Bilder einer Person, dieses mal. Ich habe mir meine Nachbarin und gute Freundin Nora als Model geschnappt und wie man sieht hat ihr der Job auch Spass gemacht! (Oder sie ist einfach eine gute Schauspielerin..?) Na, hoffen wir mal auf den ersten Fall!