Donnerstag, 10. Dezember 2015

Das Genre "Komödie"

Was ist eine Komödie?

Ko·mö̱·die
Substantiv [die]
  1. eine dramatische Gattung, in der (auf heiter-lustige Art) menschliche Schwächen beleuchtet und Probleme einer guten Lösung zugeführt werden.
  2. ein Bühnenstück oder ein Film mit heiter-komischen Inhalt.

In dem Blogpost heute wollen wir aber über das Filmgenre der Komödie berichten.

Romantische Komödien

Die RomComs (vom Englischen: Romantic Comedy) sind ein konservativer Teil der Komödien. Hier wird das Ideal der "Wahren Liebe" sehr gross geschrieben: Das Paar trifft sich, verliebt sich und lebt bis ans Ende ihrer Tage glücklich zusammen. Da die Liebe in Romantischen Komödien immer gewinnt, ist sie das Gegenstück zum Melodrama.
Eine typische RomCom besteht aus folgendem Grundmuster: Der Mann bekommt die Frau, verliert sie im Laufe des Films um am Schluss wieder glücklich mit ihr vereint zu werden.
In den Jahren seit 2000 hat es ausserdem viele Romantische Komödien mit homosexuellen Paaren gegeben. Inzwischen muss das Hauptpärchen also nicht mehr den "konservativen Normen" entsprechen.
Hier ein Trailer zu Crazy Stupid Love, einer typischen RomCom der heutigen Zeit.

Woody Allen

Allen Stewart Konigsberg (1935) zählt heute zu den erfolgreichsten Regisseuren des Genres. Seine Eltern bewegten ihn zu einem Studium an der NYCU (New York City University). Allen selbst war nicht wirklich von seinem Studium überzeugt und fing an Gags zu schreiben. Mit diesen Gags verdiente er ziemlich gut. 
Seinen Durchbruch als Regisseur und Schauspieler feierte er mit den Filmen Manhattan und Stadtneurotiker. Er gewann auch vier Oscars in seiner gesamten Karriere.
Woody Allen iat neurotisch, linkisch und intellektuell. An diesen Merkmalen erkennt man auch seine Filme, ausserdem sind sie eine Mischung aus Satire und subtilem Psychodrama.

 Screwball

Screwball ist eine Wurftechnik des Pitchers im Baseball, auch angeschnittener Ball genannt. Der Name Screwball-Komödie kommt zum ersten Mal im Film Es geschah in einer Nacht (1934) vor. Der zukünftige Schwiegervater fragt ihn: "Do you love her?" Worauf er antwortet: "Yes, but don't hold that against me. I'm a little bit screwy myself." Damit meint er, dass er selbst nicht ganz versteht, wie er so verrückt sein konnte und sich in diese Frau verliebt hat. 
Womit wir auch schon bei den Merkmalen der Screwball-Komödie sind: es geht immer um einen Konflikt der Gegensätze. Der Mann hat sein Leben im Griff bis die Frau auftaucht und alles durcheinander gerät. Im Amerikanischen würde man sagen: "She screwed with my life." Oft sind die Protagonisten kindisch und kennen keine richtige Verantwortung. Man sieht sie selten bei der Arbeit, und wenn doch, dann wie sie mit ihren Kollegen konversieren. Die Schauplätze sind oft urban. Die Dialoge sind oft schnell in Inhalt und Sprache. Auch ist der Dialog der wichtigste Teil im Film, hier erfährt der Zuschauer alles, was er wissen muss. 
Screwball ist mehr eine filmische Bewegung, weil früher hohe Zensurbestimmungen galten und man in den Screwball-Komödien sehr offen mit dem Thema Sex umgeht.
Als Beispiel hier der Trailer zu When Harry Met Sally:



Musicalkomödie

In diesem Komödien Typ spielt die Musik eine Hauptrolle. Hier gibt es nochmals zwei verschiedene Arten. Einerseits Filme, in welchen die Protagonisten ohne ersichtlichen Grund anfangen zu musizieren und andererseits, wenn sie einen Grund haben, z.B. eine Castingshow auf die Beine zu stellen.
Die Musicalkomödie kann einem in allen Variationen über den Weg laufen: als Familienkomödie, wie Mary Poppins (1964), oder auch die Gaunerkomödie Chicago (2002) zählt als Musicalkomödie.